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Bandscheibenvorfall: Behandlung ohne OP

Dortmunder Experten

Schweres Heben, schlechte Sitzhaltung, aber auch Übergewicht. Die Bandscheiben, die „Stoßdämpfer“ zwischen den Wirbeln, leisten täglich Höchstarbeit. Da sind Abnutzungserscheinungen vorprogrammiert. Im schlimmsten Fall kommt es zum Bandscheibenvorfall. Was kann man bei einem Bandscheibenvorfall tun? Julia Berke von der physiotherapeutischen Praxis Go Physio! aus Dortmund kennt die Antwort.

Laut Informationen des „Tagesspiegel“ erleiden jährlich rund 180.000 Menschen einen Bandscheibenvorfall. Von den Betroffenen entscheiden sich knapp 80.000 für eine Operation. Zu viele, finden einige Experten. So auch Jürgen Harms, Chefarzt der Orthopädie des SRH-Klinikums in Karlsbad (Baden-Württemberg). Mindestens der Hälfte dieser Personen könne mit einer konservativen Behandlung geholfen werden.

OP oder nicht: Was kann man bei einem Bandscheibenvorfall tun?

Eine der konservativen Behandlungen bei einem Bandscheibenvorfall ist die physiotherapeutisch. In der Physiotherapie-Praxis Go Physio! in Dortmund gehört sie zum Repertoire. „Fast jeder zweite Patient kommt zu uns mit einem Bandscheibenvorfall“, erklärt Inhaberin Julia Berke.

Das Ziel von Go Physio! ist klar: Die Patienten sollen nach Ende der therapeutischen Maßnahmen ihren Alltag wieder schmerzfrei bewältigen können. Doch wie läuft die Behandlung konkret ab? Und wie lange dauert sie eigentlich?

Bandscheibenvorfall ohne OP bewältigen

„Wir beginnen erst einmal mit einer eingehenden Untersuchung, damit wir genau die Probleme feststellen können. Als erstes sollten die Schmerzen gelindert werden durch meist manualtherapeutische Techniken. Zum guten Schluss ist es wichtig, die Muskulatur zu stabilisieren und aufzubauen “, erläutert Berke die Therapie eines Bandscheibenvorfalls in ihrer Praxis. Über die Dauer von ca. drei bis vier Wochen erhalten die Patienten möglichst zweimal pro Woche einen Termin.

Anfangs verordnete man Menschen mit Bandscheibenvorfall Ruhe. Bewegung galt im Hinblick auf schnelle Genesung nicht als förderlich. Diese Meinung ist mittlerweile überholt. „Bewegung ist da A und O. Nur mit gezielter Bewegung wie z.B. Kräftigung und Stabilisation kann ich ein gutes Muskelkorsett aufbauen, so dass ein weiterer Bandscheibenvorfall kaum entstehen kann. Zudem ernähren sich Bandscheiben durch Druck und Zug ,also Bewegung“, so die Expertin.

Was ist ein Bandscheibenvorfall überhaupt?

Grundsätzlich spricht man von einem Bandscheibenvorfall, wenn Bandscheibengewebe zwischen den Wirbelkörpern hervortritt. Diese Gewebe fungiert als „Stoßdämpfer“. Tritt es hervor, kann es umliegende Nerven reizen und Schmerzen verursachen. Jedoch muss ein Vorfall der Bandscheibe nicht immer mit Schmerzen einhergehen.

„Einen richtigen Bandscheibenvorfall erkennt man häufig an ausstrahlende Schmerzen, Kribbeln oder sogar Kraftverlust in den Extremitäten, also in den Beinen oder Armen“, erörtert Physiotherapeutin Julia Berke.

Hilfe von Experten

Wer plötzlich starke Rücken- oder Nackenschmerzen verspürt, die mitunter sogar bis in die Beine oder Arme ausstrahlen, sollte abklären, ob es sich um einen Bandscheibenvorfall handelt. Im Folgenden stellt sich die Frage: Was kann man tun?

„Nach einem MRT schauen wir uns auch die Bilder auf dem Computer an. Dann sprechen wir mit dem Patienten diverse Tests. Nach dem Ganzen erstellen wir einen Therapieplan. Jeder Mensch ist anders, deshalb wird auch jeder Patient individuell bei uns behandelt. Bis er, wenn alles gut läuft, schmerzfrei unsere Praxis wieder verlässt“, sagt Julia Berke.